22. Juli 2010 von Sarah Hueber | kein Kommentar
Frauen sind mit weniger Gehalt zufrieden als Männer – so resumiert, grob gesagt, eine Veröffentlichung der Uni Bielefeld Anfang Juli. Insbesondere gilt dies offenbar besonders für alleinstehende Frauen ohne Vergleichsmöglichkeit mit dem Gehalt des Partners.
“Mit zweierlei Maß gemessen – Geringere Bezahlung von Frauen wird nicht als ungerecht wahrgenommen” – so die Überschrift der Veröffentlichung. Diese Überschrift hat es in sich. Impliziert sie doch, dass Frauen es generell gerecht finden, weniger zu verdienen als Männer. Das stimmt so natürlich nicht und sollte auch nicht dazu verleiten, den Frauen “Tja, selber schuld!” zuzurufen und sich zufrieden zurückzulehnen. Das Thema ist dann doch deutlich vielschichtiger.
BPW Germany hat hierzu Stellung umgehend genommen: “In der Debatte um Entgeltungleichheit ist es gefährlich, die Vermutung aufkommen zu lassen, Frauen seien selbst Schuld an ihrem geringeren Verdienst und würden sich bewusst mit weniger zufrieden geben“, betont Dagmar Bischof, Präsidentin der Business and Professional Women (BPW) Germany. „Die Ursachen sind vielmehr in strukturellen Benachteiligungen und in den in Deutschland so festgefahrenen Rollenstereotypen zu suchen, wonach Frauen nach wie vor lediglich als Hinzuverdienerinnen gesehen werden“, so Bischof weiter.
Dass auch Frauen anderen Frauen ein geringeres Gehalt zugestehen als Männern, weist darauf hin, dass die Rollenstereotype nicht nur in den Köpfen von Männern, sondern auch von Frauen existieren: „Die Studien zeigen, worum wir uns als Berufs-Frauennetzwerk seit Jahren bemühen, nämlich dass wir für ‚gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit’ nicht nur strukturelle Barrieren abbauen, sondern vor allem auch an den veralteten Bildern in den Köpfen von Männern und Frauen arbeiten müssen“, betont Bischof.”
http://www.bpw-germany.de/PAF/Startseite/Content21549__section/detail/Content21549__article_id/780/
http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/mit_zweierlei_ma%C3%9F_gemessen_geringere
http://www.sueddeutsche.de/karriere/ungleiche-bezahlung-frauen-wollen-es-nicht-anders-1.970388
10. Juni 2010 von Sarah Hueber | kein Kommentar
Der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern stagniert in Deutschland bei 23 Prozent. Das belegen die Anfang Juni veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Um gegen die vielfältigen Ursachen von Entgeltunterschieden vorzugehen, ruft das nationale Aktionsbündnis für Entgeltgleichheit zu einem weiteren Equal Pay Day am 25. März 2011 auf. Das Bündnis will zum nächsten Aktionstag vor allem die in Deutschland so verfestigten Rollenstereotype in den Fokus nehmen. Bundesweit sollen Maßnahmen und Aktionen entwickelt werden, um Rollenstereotype und deren „Verstärker“ aufzudecken und abzubauen.
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157769/umfrage/verdienstabstand-zwischen-maennern-und-frauen-in-deutschland/
18. Mai 2010 von SiD | 1 Kommentar
Das nationale Aktionsbündnis zum Equal Pay Day warnt davor, angesichts der notwendigen Sparanstrengungen der Bundesregierung von den bereits gesetzlich festgeschriebenen Zielen beim Kita-Ausbau abzuweichen und sich damit von einer fortschrittlichen Familienpolitik zu verabschieden. Eine umfassende Konsolidierung der öffentlichen Haushalte ist zweifellos notwendig. Auf Kinderbetreuungseinrichtungen zu verzichten und damit Erwerbschancen für Eltern zu verschlechtern ist jedoch der falsche Weg.
Der Ausbau der Kleinkindbetreuung ist eine dringend erforderliche Investition in die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Denn die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft hängt auch davon ab, wie der steigende Fachkräftebedarf in Zukunft gedeckt werden kann. Entscheidend wird dabei sein, dass gerade Frauen ihre Beschäftigungspotenziale noch besser erkennen und noch erfolgreicher einsetzen können. Hierzu sind sie – ebenso wie Männer – auf eine Verbesserung der Kinderbetreuungsinfrastruktur angewiesen.
Wenn auch im familienpolitischen Bereich Sparmaßnahmen vorgenommen werden müssen, sollte dies auf solider Grundlage geschehen. Die nach wie vor ausstehende Überprüfung aller familienpolitischen Leistungen im Umfang von 250 Milliarden Euro im Hinblick auf ihre Kosten, Wirksamkeit und ihren Beitrag für egalitäre Lebensmodelle sollte daher jetzt endlich nachgeholt werden. Statt den beschlossenen Kita-Ausbau in Frage zu stellen, sollte zum Beispiel besser auf das geplante Betreuungsgeld verzichtet werden.
Das Aktionsbündnis zum Equal Pay Day bestehend aus
BAG, BDA, BPW Germany, Deutschem Frauenrat und VdU
29. März 2010 von Sarah Hueber | kein Kommentar
Neben einem Infostand in der Augsburger Innenstadt gab es mit Unterstützung der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg zudem eine für Besucherinnen kostenlose Workshop-Reihe zum Thema “Frau im Beruf” im Augsburger Zeughaus. Wieso es allerdings immer irgendwann nass und eklig wird…
Trotzdem hat der “Standdienst” auch in Augsburg tapfer frierend durchgehalten.

Neben BPW Augsburg waren auch andere beim EQual Pay Day mit von der Partie: die “Bügelaktion” der SPD-Männer am Stand nebenan sorgte durchaus für heitere Aufmerksamkeit.
Die Augsburger Allgemeine berichtet: Gleiche Leistung, gleiches Geld
Augsburg-TV hat ebenfalls über die Aktion berichtet: Kurznachrichten
26. März 2010 von Martina Rüdiger | kein Kommentar

Ein tapferer Einsatz für die gute Sache: Bei regnerischem und stürmischem Wetter harrten auf dem von der Frauenbeauftragte der Stadt Freiburg in Kooperation mit dem BPW Club Freiburg e.V. , der Kontaktstelle Frau und Beruf und dem Katholischen Deutschen Frauenbund Diözesanverband Freiburg e.V. veranstalteten Infostand die Aktivistinnen aus. Trotz des wirklich miesen Wetters gab es doch einiges an Interesse und immer wieder positives Feedback. Auch das Fernsehen war da: Ein Team von TV Südbaden hielt die Aktion für die Nachrichten fest. Auf den redaktionellen Bericht kann man gespannt sein.
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Frauenbeauftragte der Stadt Freiburg |
KOOPERATIONS-
PARTNER |
BPW Club Freiburg e.V. (Gabriele Matt), Kontaktstelle Frau und Beruf, Katholischer Deutscher Frauenbund Diözesanverband Freiburg e.V. |